Stürze im Alter

So vermeiden Sie Unfälle

Ab einem gewissen Alter werden wir «wackeliger» auf den Beinen und das Risiko für Stürze steigt. Statistiken zeigen: Jede/r Vierte über 65 Jahren stürzt mindestens einmal pro Jahr. Im Alter ab 80 Jahren erhöht sich diese Quote gar auf rund 33 Prozent. Die Ursachen für Sturzunfälle sind vielfältig. Man kann sie aber in drei übergeordnete Kategorien zusammenfassen.  

Personenbezogene Ursachen
Mit zunehmendem Alter baut unsere Muskulatur allmählich ab, weshalb unser Gang unsicherer wird. Um Stabilität und Sicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, spezifische Trainingsprogramme zu absolvieren – entweder im Rahmen eines entsprechenden Freizeitkurses oder auch in der Physiotherapie. Durch regelmässiges Training können Gleichgewichtsgefühl, Kreislauffunktion, Muskulatur sowie Ausdauer gestärkt werden. Sinnvoll kann auch sein, seine Augen regelmässig untersuchen zu lassen und allenfalls geeignete Massnahmen zu treffen. 

Medikamentenbezogene Ursachen
Bestimmte Medikamente wie etwa Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Psychopharmaka können die Aufmerksamkeit und die Reaktionsfähigkeit negativ beeinflussen. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt die von Ihrem Arzt angeordnete Einnahme sowie die spezifische Medikamentenhinweise beachten. Wenn Sie mehrere verschiedene Medikamente zeitgleich einnehmen müssen, sollten diese auf Verträglichkeit untereinander überprüft sowie allfällige zusätzliche Nebenwirkungen eruiert werden.

Umfeldbezogene Ursachen
Die tückischsten Stolperfallen finden sich oftmals in gewohnter Umgebung – Klassiker ist das eigene Zuhause. Ein loser Teppich, ein freiliegendes Kabel, ein herumstehender Gegenstand: Nicht selten sind es Kleinigkeiten, die Stürze verursachen. Um diese Gefahr einzudämmen reicht oft schon ein simples Mittel: gutes Licht. Was wir gut sehen, darüber stolpern wir nicht. Auch Ordentlichkeit hilft. Wo weniger Gegenstände rumliegen, kommt es seltener zu Stürzen. Achten Sie zudem darauf, im Badezimmer, insbesondere in der Dusche oder Wanne, rutschfeste Matten auszulegen. Sind Sie nicht gut auf den Beinen sorgt ein Dusch-Hocker für Komfort und Sicherheit. Überprüfen Sie Ihre Gehstöcke, Rollatoren und Gehwagen zudem regelmässig auf ihre Sicherheit (Bremsen, Gumminoppen, Höhe der Griffe etc.). 


So erkennen Sie, ob Sie sturzgefährdet sind:

  • Sie haben Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht
  • Sie fühlen sich unsicher oder haben Angst zu stürzen
  • Sie brauchen länger als 10 Sekunden für eine Strecke von 10 Metern
  • Sie können nicht länger als 5 Sekunden auf einem Bein stehen

 


Zögern Sie nicht sich beraten zu lassen, wenn Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder sturzgefährdet ist. Die Ärztin oder der Arzt in Ihrem Monvia Gesundheitszentrum steht Ihnen gerne zur Verfügung. Am besten: Schon bevor es zu einem Sturz kommt.

 

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